International
Europa als Innovationsraum für Gesundheit
Gesundheitsversorgung steht in ganz Europa vor ähnlichen Herausforderungen: demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Digitalisierung und die Frage, wie neue Technologien rascher in die Praxis gelangen können. Antworten darauf entstehen zunehmend nicht mehr innerhalb einzelner Institutionen oder Länder. Gefragt sind Netzwerke, in denen Hochschulen, Forschung, Wirtschaft und Gesundheitsorganisationen Wissen teilen und gemeinsam neue Lösungen entwickeln.
Die FH Salzburg baut diese europäischen Verbindungen derzeit gezielt aus. Die Hochschulallianz EduCare 5.0 und die damit verbundenen Projekte DigiCare Innovation und THRIVE setzen unterschiedliche Schwerpunkte, verfolgen aber eine gemeinsame Idee: Kompetenzen über Länder- und Institutionsgrenzen hinweg zu verbinden und daraus einen konkreten Mehrwert für Bildung, Forschung und Gesundheitsversorgung zu schaffen.
Besonders zukunftsorientiert ist die Beteiligung des Departments Gesundheitswissenschaften an der Europäischen Hochschulallianz EduCare 5.0, gemeinsam mit neun Hochschulen aus Deutschland, Spanien, Finnland, Portugal, Polen, Rumänien, Tschechien und Litauen. Sie verfolgen das Ziel, Bildung, Forschung und Innovation noch stärker miteinander zu verknüpfen und innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Die Allianz konzentriert sich auf die Themen Gesundheit, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und soziale Inklusion. Studierende, Forschende, Lehrende und Praxispartner arbeiten dabei über Länder- und Fachgrenzen hinweg zusammen, um neue Ansätze für Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität in Europa zu entwickeln.
Gesundheitsinnovationen fördern
Im europäischen Projekt THRIVE (Transforming Healthcare Research into Validated Solutions through Alliance-KIC Cooperation) arbeiten zehn Hochschulen aus neun Ländern der Europäischen Hochschulallianz EduCare 5.0 zusammen. Unter der Leitung der International University of Catalonia arbeiten Forscher*innen die nächsten zwei Jahre im Projekt THRIVE daran, Gesundheitsinnovationen schneller in die Praxis zu bringen. Als einzige Hochschule in Österreich ist die FH Salzburg beteiligt.
Das internationale Projekt DigiCare ist schon einen Schritt weiter: Hochschulen, Gesundheitsdienstleister, Start-ups und Forschende arbeiten seit 2025 daran, digitale Lösungen für eine zugänglichere, personalisierte und nachhaltige Gesundheitsversorgung zu entwickeln. In realitätsnahen Testumgebungen werden Anwendungen von Virtual Reality für psychische Gesundheit über Smart-Home-Technologien bis zur digitalen Onkologieversorgung erprobt. Gleichzeitig entsteht eine gemeinsame, sichere Infrastruktur für den grenzüberschreitenden Datenaustausch.
Bildung und Weiterbildung sind dabei ein zentrales Thema: Mehr als 500 Studierende haben bereits den DigiCare-Onlinekurs zu digitaler Gesundheit, Innovation und Entrepreneurship absolviert, ein Mentoring-Programm ergänzt das Angebot. So verbindet das Projekt Forschung, Lehre und Praxis über Ländergrenzen hinweg und stärkt ein gemeinsames europäisches Innovationsökosystem.

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