Kurzinterview
„Kreativität lohnt sich“
Der Studiengang Orthoptik ist der kleinste Studiengang des Departments Gesundheitswissenschaften – und regelmäßig beim Ranking des FH Teaching Awards mit externen und internen Lehrenden unter den Top 3. Wir haben Studiengangsleiterin Ruth Resch gefragt, was die Stärken in der Lehre ausmacht.

Ruth Resch, Studiengangsleiterin Orthoptik
01
Wie hat sich die Lehre in den vergangenen Jahren verändert?
Wir haben in der Coronazeit technisch sehr viel gelernt. Simulation ist bei uns nur bedingt geeignet. Aber wir sind sehr kreativ bei der Entwicklung neuer Lernmaterialien. So habe ich einen „Schielomat“ entwickelt, an dem die Studierenden den Abdeckprozess bei schielenden Patient*innen analog üben können. Gerade wurde in einer Bachelorarbeit ein Tool kreiert, mit dem man besser lernt, auf den Augenhintergrund zu schauen.
02
Was schätzen die Studierenden besonders?
Wir arbeiten viel mit dem Konzept des Inverted Classrooms. Die Studierenden erarbeiten sich die Grundlagen, im Unterricht steht das problemorientierte Lernen und der Theorie-Praxis-Transfer im Vordergrund. Wir üben in Rollenspielen die Anamnese oder den Umgang mit Patient*innen. Die Studierenden müssen lernen, wie sie am Menschen arbeiten, wie sie ein Gerät richtig halten, wie sie Dinge erklären. Es braucht einen vielschichtigen Blick auch aus der Sicht der Patient*innen – und den bekommt man nur mit Üben, Üben, Üben.
03
Julia Hager hat mit ihrer Lehrveranstaltung „Berufsfeldbezogenes Projekt“ den FH Teacher Award 2026 gewonnen. Was macht sie besonders gut?
Es gelingt ihr unheimlich gut, die Studierenden zu begeistern und zu begleiten. In der Lehrveranstaltung musste ein fachspezifischer, realitätsnaher Kongress geplant werden. Für mich vermittelt Julia Hager sehr gut, dass es um selbststeuerndes Lernen geht: Wenn ich interessiert bin, weil ich etwas selbst lernen möchte, gelingt es mir auch besser.
04
Das Fach verändert sich, was müssen die Studierenden in der Zukunft können?
Die Geronto-Orthoptik, vor allem die Betreuung älterer Patient*innen und jener mit Demenz, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig erfordern die Technisierung in der orthoptischen Diagnostik und die zunehmenden sehbezogenen Beschwerden durch die digitale Mediennutzung unser besonderes Augenmerk in der Lehre.
Bewerbung ab 1. November 2026
Der Studiengang Orthoptik startet nur alle drei Jahre. Die Bewerbung für den nächsten Jahrgang (Studienjahr 2027/28) ist dieses Jahr ab dem 1. November 2026 möglich.

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