Titelstory
Leitthema Security
Sicherheit als Währung in der Gesellschaft
Sicherheit ist ein Dauerthema in unserer Gesellschaft – egal, ob es um Infrastruktur, Energie, IT oder Kommunikation geht. Die FH Salzburg verfügt über hohe Expertise rund um verschiedenste Aspekte der Sicherheit – Wissen, von dem Studierende und Partner*innen aus der Praxis und die gesamte Gesellschaft profitieren.
Ein Hackerangriff, der die Produktion eines Industrieunternehmens lahmlegt. Ein Pishingmail, durch das eine Familie ihre Ersparnisse verliert. Von künstlicher Intelligenz gesteuerte Drohnen, die sensible Anlagen ausspionieren. Gezielt gestreute Fakenews, welche demokratische Wahlen beeinflussen können. Oder ein Blackout, bei dem in weiten Gebieten die Stromversorgung ausfällt. In einer Zeit, in der physische und digitale Systeme immer enger zusammenwachsen, erhöht sich unsere Verwundbarkeit. Die Angriffsflächen für gefühlte oder reale Bedrohungen sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Innovative Technologien, Digitalisierung und künstliche Intelligenz öffnen ungeahnte Möglichkeiten, bergen aber auch viele neue Risiken. Cybersecurity ist nur ein Stichwort. Um mit den Chancen, aber auch den Gefahren verantwortungsvoll umzugehen, braucht es Wissen.
Die FH Salzburg verfügt mit ihren breit aufgestellten Departments – von Information Technologies and Digitalisation bis zu Angewandten Sozialwissenschaften – über große Expertise in Bereichen, in denen es um individuelle oder kollektive Sicherheit geht. In Forschung und Lehre wurde viel Kompetenz rund um Cybersecurity, Energiesicherheit, sichere Industrieautomatisierung oder die Stärkung demokratischer Strukturen aufgebaut.

Dominik Engel · Rektor und Geschäftsführer
„Sicherheit ist nicht selbstverständlich, das wird uns in vielen Bereichen unseres Lebens tagtäglich bewusst. Wir wollen mit unseren Forschungsfeldern und Lehrinhalten dazu beitragen, dass Infrastruktur, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheits- und Sozialsysteme, aber auch unsere demokratischen Strukturen widerstandsfähiger gegen potenzielle Gefahren werden."
Die inhaltliche Breite der FH Salzburg ermöglicht interdisziplinäre Zusammenarbeit und eröffnet dadurch Perspektiven, die zu vielen innovativen Ansätzen und Lösungen führen.
Demokratiekompetenz erhöht Resilienz
Wenn man immer nur in seiner eigenen Blase diskutiert, verengt sich der Blick, verhärten sich die Positionen. Und das schwächt demokratische Strukturen und destabilisiert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Department Angewandte Sozialwissenschaften sowie die Studiengänge Soziale Arbeit und Soziale Innovation beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Fragen, wie durch Information, Workshops oder Interventionen die Demokratiebildung verbessert und damit die Resilienz möglichst vieler Menschen gegenüber Desinformation und Extremismus gestärkt werden kann. „Wir müssen uns bewusst sein, dass Technologie nicht nur ein Werkzeug ist, sondern auch gesellschaftlicher Akteur“, sagt beispielsweise Katrin Rossmann, deren Spezialgebiet Fragen der Maschinenethik sind. Bildung ist für sie ein Schlüssel dazu, kritisch und unter dem Gesichtspunkt humanistischer Werte mit neuen Technologien umzugehen. Eine Haltung, die die FH Salzburg ihren Studierenden mit auf den Weg gibt und auch damit weit in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ausstrahlt.
Interdisziplinäre Stärke
Die im Folgenden vorgestellten Projekte aus Lehre und Forschung tragen dazu bei, Energie- und Datensysteme besser zu schützen, durch simulierte Cyberangriffe Schwachstellen sichtbar zu machen und innovative Testumgebungen zur sicheren Gestaltung der Industrie 4.0 beizutragen. Darüber hinaus wird gezeigt, wie Fakenews und digitale Desinformation erkannt werden können und warum Bildung sowie Demokratiekompetenz entscheidend sind, um die gesellschaftliche Resilienz zu stärken.
Die unterschiedlichsten Disziplinen arbeiten dabei gemeinsam an Lösungen für eine sichere und verantwortungsvolle digitale Zukunft.
Interview mit Katrin Rossmann
„Wir dürfen uns das Denken nicht von Maschinen abnehmen lassen“
Technische Systeme sind nie neutral. Deshalb ist es wichtig, bei ihrer Entwicklung auch ethische Fragen mitzudenken. Ist alles erlaubt, was technisch möglich ist? Katrin Rossmann lehrt als Sozialwissenschaftlerin am Department IT Maschinenethik.

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