
Daniela Wollmarker schließt im Herbst ihr Masterstudium ab.
Interview
Im Gespräch: Daniela Wollmarker
Die Masterstudentin über ihren Weg in die Cyber Security, Ruhe bei Sicherheitsvorfällen – und was eine Schnitzeljagd damit zu tun hat.
— Daniela, warum haben Sie sich für das Masterstudium Cyber Security entschieden?
Ich habe mich schon immer für IT-Security interessiert. Nach dem Bachelor Informationstechnik und System-Management habe ich erst mit dem IT-Master gestartet, bin dann aber auf Cyber Security umgestiegen, weil mich die Themen noch stärker angesprochen haben. Die Entscheidung habe ich nicht bereut, im Herbst werde ich das Studium abschließen.
— Sie arbeiten parallel zum Studium: Wie sieht Ihr beruflicher Alltag aus?
Ich bin tatsächlich über das „study.work.support“-Programm des Departments Information Technologies gleich zu Beginn meines Bachelors, vor ungefähr neun Jahren, parallel zum Studium bei Red Bull eingestiegen. Das sws-Programm war ein echter Türöffner und hat sich für beide Seiten gelohnt. Seit rund eineinhalb Jahren bin ich nun im Security-Team tätig. Dort beschäftige ich mich viel mit Monitoring, gehe teilweise in Richtung Forensik und baue Dashboards auf, die den Zustand und die Verfügbarkeit von Systemen sichtbar machen. Das Studium hat mir geholfen, die Zusammenhänge im Unternehmen besser zu verstehen – vor allem, wie Sicherheitsvorfälle entstehen und wie man ihnen präventiv begegnet.
— Haben Sie bereits persönliche Erfahrungen mit Cyberangriffen gemacht?
Im beruflichen Umfeld sehr regelmäßig, Phishing und kompromittierte Accounts sind zum Beispiel alltägliche Themen. Privat hatte ich bisher Glück und bin von größeren Vorfällen verschont geblieben. Durch das Studium bin ich aber deutlich aufmerksamer geworden. Gleichzeitig habe ich weniger Angst, weil ich weiß, wie man im Ernstfall richtig reagiert.
— Wie realistisch war die Krisenstabsübung im Studium?
Sehr realistisch. Grundsätzlich kenne ich diese Situationen aus der Praxis, etwa wenn man komplexe Vorfälle strukturiert analysieren und vor Führungskräften verständlich erklären muss. Genau dieses Vorgehen – den sogenannten Root Cause, also die Ursache eines Problems zu finden, Maßnahmen abzuleiten und verständlich zu kommunizieren – wird in der Übung trainiert. Trotz meiner Erfahrung war es spannend, weil man unter Zeitdruck in einem neuen Netzwerkumfeld Lösungen finden musste. Es hatte fast etwas von einer digitalen Schnitzeljagd für IT-Security und das hat auch für ein bisschen Nervenkitzel gesorgt.
— Wem würden Sie das Studium Cyber Security empfehlen?
Allen, die verstehen wollen, wie man Systeme schützt und in einem extrem dynamischen Bereich am Puls der Zeit bleibt. Security erfordert Neugier, Stressresistenz und den Willen, sich ständig weiterzuentwickeln. Der Nervenkitzel, wie bei der Übung, gehört definitiv dazu. Ein IT-Background – vor allem in der Netzwerktechnik – hilft auf jeden Fall, aber man kann auch als Quereinsteiger*in starten, wenn man die nötige Motivation mitbringt.
Was bedeutet Ihnen persönlich Sicherheit, Daniela Wollmarker?

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