Superblocks – oder wem gehört die Stadt 


Im Herzen von Salzburg, genauer gesagt im historischen Andräviertel, hat sich eine Gruppe Masterstudierender der FH Salzburg auf ein mutiges Experiment eingelassen: den Versuch, die Qualitäten des gründerzeitlichen Stadtquartiers wieder freizulegen. Als Basis dient dabei die stadtplanerische Methodik der "Superblocks", eine innovative Herangehensweise an die Stadtentwicklung. 

Was sind Superblocks? „Dieses Planungselement, bestehend aus mehreren Baublöcken und dazugehörigen Straßenräumen hat das Hauptziel, den Verkehr im Quartier zu beruhigen und mehr Raum für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu schaffen“, erklärt Stefan Netsch, Studiengangsleiter Smart Buildings in Smart Cities, der die Studierenden durch das Projekt begleitet hat.  

Seit Anfang Oktober sind die kreativen Ergebnisse in der Ausstellung "autodidakt, oder wem gehört der öffentliche Raum?" bei der Initiative Architektur in Salzburg zu sehen und zu erleben. Die Studierenden präsentieren nicht nur konkrete Lösungen und Ideen, sie laden die Besucher*innen auch dazu ein, sich vorzustellen, wie die Stadt Salzburg ohne den heutigen Verkehrstrubel aussehen könnte und zeigen Alternativen zur Nutzung des öffentlichen Raums auf. 

Das Ausstellungsprojekt in Kooperation mit der Initiative Architektur ist schließlich mehr als nur eine Präsentation von Ideen: Es bietet auch ein umfassendes Begleitprogramm, das Lösungen für eine zukunftsorientierte Co-Habitation von Mensch und Mobilität diskutiert.

Die "Superblocks"-Ausstellung bietet eine spannende Perspektive auf die Zukunft von Salzburg und lädt dazu ein, sich mit den Ideen und Visionen einer stärker auf den Menschen ausgerichteten Stadtplanung auseinanderzusetzen. 

Die Ausstellung kann noch bis Anfang Dezember besichtigt werden. Regelmäßig finden auch geführte Rundgänge durch das Andräviertel statt. 



Die Studierenden: 
Victoria Cencic, Yasser Horo, Stefan Madl, Sefan Schmidhuber, Gregor Nußbaummüller, Elisabeth Wolf, Waltraud Fischer, Anita Strassl