Wie kann das an einer Fachhochschule gehen?
Unsere Grundpfeiler sind die von den Vereinten Nationen formulierten Sustainable Development Goals (SDG), auch wenn wir diese selbstverständlich kritisch hinterfragen. An der FH Salzburg versuchen wir Lehre, Forschung, Wissenstransfer und Verwaltung danach auszurichten.
| Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit rücken immer mehr ins Zentrum unserer Forschungsaktivitäten. Darüber hinaus sind wir als erste Fachhochschule in Österreich Mitglied des UniNEtZ II – einem bundesweiten Projekt heimischer Universitäten und Hochschulen, die gemeinsam die Nachhaltigkeitsziele vorantreiben. Interdisziplinäre Zusammenarbeit in Lehre und Forschung sowie ein regelmäßiger Austausch mit Entscheidungsträger*innen, welche Transformationsprozesse aus wissenschaftlicher Perspektive als notwendig erachtet , sind dabei wichtige Elemente. |
Wo hat das Thema in der Lehre Platz?
Wir möchten, dass sich alle Studierenden im Laufe ihrer Ausbildung mit Nachhaltigkeit beschäftigten. Für alle Erstsemestrigen der Masterstudiengänge gibt es deshalb das Symposium „Ethik & Nachhaltigkeit“, für alle erstsemestrigen Bachelorstudierende das Symposium „Change.Climate.Resilience“. Im Frühjahr hatten wir erstmals die Nachhaltigkeitswoche „Beyond the Plate“ – ein Blick über den eigenen Tellerrand. Die zweite Auflage findet im November statt. Wir wollen fächerübergreifend Impulse geben, zu Diskussionen anregen und vernetzen. Bei immer mehr Studiengängen wird die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und Transformationsprozessen intensiviert – ein Besuch auf unserer Website zahlt sich jedenfalls aus.
Warum braucht die Fachhochschule eine Nachhaltigkeitsbeauftragte?
Es war ein logischer Schritt, um die vielen Initiativen und Projekte im Haus sichtbarer zu machen, zu vernetzen und stärker zu verankern. Eine meiner ersten Aktivitäten war, aufzuzeigen, was schon getan wird und wo wir noch Luft nach oben haben. Auch regionale und internationale Vernetzungen sind dabei essentiell. Ein aktuell wichtiger Aspekt ist die Erarbeitung einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie für unsere Tätigkeiten.
Wo gibt es schon Erfolge?
Von der Erweiterung unserer Photovoltaik-Anlagen in Urstein und Kuchl bis hin zu unserer erreichten Aktion gemeinsam den Energiebedarf um zehn Prozent zu senken. Im Bereich Mobilität wird das Klimaticket Salzburg für Mitarbeiter*innen gefördert und im Rahmen einer FH-weiten Umfrage zu Nachhaltigkeit haben mehr als 43 Prozent aller Mitarbeiter*innen teilgenommen. 225 Ideen und Vorschläge wurden dabei gesammelt, die wir in die neue Strategie mit aufnehmen werden. Es sind viele kleine Maßnahmen, die zusammen einiges bewegen können. Jeder von uns kann etwas beitragen, wir sind – wie Helga Kromp-Kolb sagt - Teil der Lösung.