Planetary Health Charta

Nachhaltig Lehren und Lernen

Planetary Health:

Gesundheit und Klimaschutz untrennbar verbunden

Mit der Unterzeichnung der Planetary Health Charta 2030 im Oktober 2025 bekräftigt die FH Salzburg ihr Engagement für Klimaschutz. Die gesundheitswissenschaftlichen Studiengänge integrieren die Themenfelder schon jetzt konsequent in Lehre und Forschung.

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Mit der Unterzeichnung der Planetary Health Charta schloss sich die FH Salzburg einem internationalen Netzwerk an, das die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels ernst nimmt und aktiv gegensteuert. „Die Unterzeichnung ist mehr als ein symbolischer Akt. Wir als Hochschule verpflichten uns, Klima- und Gesundheitskompetenz in Lehre, Forschung und Praxis zu verankern“, erklärt Ruth E. Resch, Studiengangsleiterin Orthoptik, die beim Planetary Health Kongress im Herbst 2025 zu Augengesundheit im Klimawandel referierte.

Wie der Klimawandel die Gesundheit beeinflusst

Extremwetter und Luftverschmutzung wirken sich direkt auf die physische und psychische Gesundheit aus: Hitzewellen erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neue Infektionskrankheiten breiten sich aus und die psychische Belastung durch Klimakrisen steigt. „Angehörige der Gesundheitsberufe müssen darauf vorbereitet sein, in ihrem Berufsfeld klimakompetent zu handeln“, betont Geja Oostingh, Leiterin des Departments Gesundheitswissenschaften.

Planetary Health fest in der Lehre verankert

Seit sechs Jahren setzt die FH Salzburg mit dem interdisziplinären Bachelor-Symposium "Change.Climate.Resilience" unter anderem ein Zeichen für die Relevanz von Planetary Health. Bei der diesjährigen Veranstaltung zeigte Ruth E. Resch beispielhaft die Implementierung von Klimathemen in allen gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen auf: Die Maßnahmen reichen von neuen Lehrveranstaltungen und der Integration in bestehende Module der Studiengänge Orthoptik und Physiotherapie über ressourcensparende Methoden in der Radiologietechnologie bis hin zu Bachelorarbeiten zu Klima- und Nachhaltigkeitsthemen in der Ergotherapie. Ergänzt wird dies durch Innovationen in den Skills Labs, wie den Einsatz von Placebo-Medikamenten (Pflege, Hebammen) oder digitale Lagerhaltung in der Biomedizinischen Analytik.

Lehrende der Orthoptik und Physiotherapie erweiterten 2025 zusätzlich ihre Expertise durch das „Train-the-Trainer“-Programm der Gesundheit Österreich GmbH, um Klimathemen nachhaltig in die Lehre zu integrieren und sich fachlich zu vernetzen.

Forschung für klimaresiliente Gesundheitsversorgung

Die Forschungsgruppe „Advances in Resilient Health Systems and Health Education“ am Department Gesundheitswissenschaften untersucht klimaresiliente Gesundheitskonzepte sowie die Wechselwirkungen zwischen menschlicher Gesundheit und klimabedingten Umweltveränderungen. So werden zum Beispiel Klimadaten und ihre Auswirkungen auf Rehabilitationsstandorte und Outdoor-Aktivitäten analysiert und Projekte zu den gesundheitlichen Folgen von Hitze für Patient*innen und Gesundheitspersonal initiiert. Zudem engagieren sich die Forscher*innen in nationalen und internationalen Netzwerken, um die Gesundheitskompetenz im Bereich Planetary Health zu stärken. „Unser Ziel ist es, durch interdisziplinäre Zusammenarbeit evidenzbasierte, klimaresiliente Empfehlungen für Gesundheitspersonal und Patient*innen zu entwickeln und deren Handlungskompetenz zu stärken“, erklärt Forschungsgruppenleiterin Melanie Roth.

Die Planetary Health Charta 2030: Leitfaden für die Zukunft

Die Planetary Health Charta 2030 entstand in einem partizipativen Prozess, initiiert von der Hochschule Burgenland und wurde mit zahlreichen Partnern (u.a. Gesundheit Österreich GmbH, Health for Future Österreich) gemeinsam entwickelt. Sie bietet einen strategischen Handlungsrahmen, der die Integration klimabezogener Gesundheitskompetenz in Ausbildung, Forschung und Praxis bis 2030 sicherstellt. Die Charta orientiert sich an globalen Konzepten wie der Planetary Health Alliance und der WHO-Strategie für nachhaltige Gesundheitssysteme.