
v. l. Manfred Tscheligi (Universität Salzburg), Tanja Spennlingwimmer (aws), Frank Pallas (Universität Salzburg), Dirk Strunk (PMU), Elisabeth Häusler (Salzburg Research), Thomas Schnabl (FH Salzburg), Daniela Gutschi (Land Salzburg), Martin Schäler (Universität Salzburg), Thomas Prinz (RSA FG iSPACE), Günther Eibl (FH Salzburg), Astrid Mayr (Land Salzburg), Walter Haas (Innovation Salzburg), (© Innovation Salzburg/Benedikt Schemmer)
Forschungsprojekt: EFRE Forschungszentren
Neue Forschungszentren: Reststoffe als Rohstoffe und Cyber Security
Themen wie Klimaschutz, die Nutzung regionaler Ressourcen, Kreislaufwirtschaft oder sicherer Energiesysteme noch stärker in die Praxis zu bringen, das ist eines der Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie der FH Salzburg. Zwei neue Forschungs- und Transferzentren (FTZ), die kürzlich eröffnet wurden sind ein weiterer wertvoller Beitrag zu den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung.
Mit rund elf Millionen Euro an Fördermitteln aus EU und Land Salzburg werden in Salzburg fünf neue Forschungs- und Transferzentren aufgebaut. Damit wird die Entwicklung von Schlüsseltechnologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Klimaschutz, Gesundheit, Tourismus und Datensicherheit gezielt unterstützt. Die Förderung erfolgt im Rahmen des EU-Programms IBW/EFRE – Investitionen in Beschäftigung und Wachstum, das den Aufbau regionaler Forschungskapazitäten und den Wissenstransfer in die Wirtschaft stärkt.
Green Engineering – Nachhaltige Materialien und Kreislaufwirtschaft
Beim FTZ Green Engineering arbeiten der Campus Kuchl und die iSPACEPlus Gmbh der Universität Salzburg zusammen. In Kuchl beschäftigen sich mehrere Forscher*innen damit, biogene Abfälle wie Holzreste oder Rinden als Rohstoffe für wirtschaftlich interessante Produkte zu verwenden. Unter anderem sind dabei schon biobasierte Verpackungen, Dämmstoffe oder Klebstoffe entstanden. iSPACE ist Spezialist für Geoinformatik, Datenanalytik und Visualisierung. Die Idee der Kooperation ist, besser ersichtlich zu machen, wo und wann welche Rohstoffe zur Verfügung stehen. Damit liefert das Zentrum wertvolles Wissen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in Salzburg, die Abfall reduziert, CO₂-Emissionen senkt und regionale Wertschöpfung stärkt.
Cybersecurity – FTZ für datenbasierte Evaluierung von Sicherheits- und Privacy Technologien
Auch das neue FTZ für datenbasierte Evaluierung von Sicherheits- und Privacy Technologien verbindet Forschung der FH Salzburg und der Uni Salzburg. Es widmet sich der Frage, wie Künstliche Intelligenz und datenbasierte Technologien sicherer gemacht werden können. Ziel ist es, Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen zu entwickeln, damit Unternehmen KI-Anwendungen verlässlich und verantwortungsvoll nutzen können.
Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten „Adversarial Examples“: Das sind absichtlich manipulierte Eingaben, die KI-Systeme täuschen können – etwa ein leicht verändertes Bild, das für Menschen normal aussieht, von der KI aber falsch erkannt wird. Solche Angriffe können im Extremfall kritische Folgen haben, z. B. bei automatisierten Verkehrs- oder Stromsystemen. Das Zentrum erforscht, wie sich solche Angriffe erkennen und verhindern lassen, etwa durch robuste Trainingsmethoden oder Prüfverfahren für KI-Systeme. Ziel ist es, konkrete Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen zu entwickeln, die Unternehmen helfen, verlässliche und verantwortungsvolle KI-Anwendungen zu nutzen. So entsteht Wissen, das die digitale Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit in Salzburg und darüber hinaus stärkt.
Auch das ist ein wertvoller Beitrag zu den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung.