Interview Geja Oostingh über Nachwuchsforschung

„Die Forschung ist erwachsen geworden“


Was bringt die neue FTI-Strategie in der Praxis und was heißt das für junge Forscher*innen? Wir haben bei Geja Oostingh, Head of Research am Department Gesundheitswissenschaften, Leiterin des Studiengangs Biomedizinische Analytik und Mitglied im F&E Ausschuss des FH Kollegiums nachgefragt: 


Was bedeutet die neue FTI-Strategie für die Praxis?

Der große Zugewinn ist eine klare Struktur. Die Forschung an der FH Salzburg ist den Kinderschuhen entwachsen und erwachsen geworden. Deshalb ist diese neue Struktur so wichtig. 

Was heißt das für junge Menschen, die in die Forschung wollen?

Junge Forscher*innen haben nun eine klare Perspektive über ihren Karriereweg an der FH Salzburg. Sie beginnen als Junior Researcher*innen und können sich zu Researcher*innen und später zur Senior Researcher*innen weiterentwickeln. Sie wissen, was sie erwartet. 

Wie werden junge Talente unterstützt?

Wir haben mit der FTI-Strategie auch ein Weiterbildungspaket eingeführt. Wir vermitteln das Know-how für Wissenschaftskommunikation, für Publikationen oder für die Drittmittelakquise. In den Projekten gibt es ein Mentoring. Ich sehe mich als Head of Research stark in einer Rolle als Coach für junge Kolleg*innen. 

Was war in ihrer wissenschaftlichen Karriere für Sie persönlich hilfreich?

Mir hat es geholfen, mit und von anderen zu lernen und Schritt für Schritt in den Projekten auch Verantwortung übernehmen zu dürfen. Es ist wichtig, dass einem etwas zugetraut wird. Ich versuche, das auch selbst zu tun und habe gerade die Verantwortung für ein Holzprojekt an junge Forscher*innen weitergegeben. Auch wenn es ein bisschen weh tut, sein wissenschaftliches Kind zu verlassen. 

Was sollte man aus Ihrer Erfahrung mitbringen, wenn man in der Wissenschaft Karriere machen will?

Interesse, Ehrgeiz und viel Drive, auch in schwierigen Situationen weiterzumachen. Forschung kann ja auch sehr frustrierend sein, es läuft nicht immer alles so, wie man das will. Da muss man Durchhaltevermögen haben. Deshalb ist es auch so wichtig, dass man wissenschaftliche Erfolge feiert und zeigt, was erreicht wurde. Als Forscher*in muss man mit Höhen und Tiefen umgehen können und lebenslang lernen.