Die Inhalte des Bachelorstudiums Innovation & Management in Tourism werden gerade aktualisiert. Warum?
Die Märkte, aber auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse entwickeln sich sehr dynamisch weiter. Mit unserer Aktualisierung möchten wir die Studierenden genau mit den Kompetenzen ausstatten, die diese Entwicklungen berücksichtigen beziehungsweise sogar ein Stück weit mit prägen werden.
Was ist der Schwerpunkt der Reform der Studieninhalte?
Wir stellen Nachhaltigkeit als übergeordnete Wertehaltung ins Zentrum des Studiums. Es geht nicht darum, ein Fach Nachhaltigkeit anzubieten, sondern darum, diese grundlegende Orientierung in jedem Fach zu berücksichtigen. In den betriebswirtschaftlichen Fächern ebenso wie im Marketing, der Kommunikation oder der Produktentwicklung. Damit erreichen wir, dass bei unseren Studierenden ein echtes Bewusstsein für dieses Thema entsteht. Wer so denkt und handelt, läuft nicht Gefahr, Greenwashing zu betreiben. Neben der Nachhaltigkeit geht es bei der Reform aber vor allem auch um die Stärkung der Innovations- und Digitalisierungskompetenzen.
Ihr Ziel dabei?
Meine Vision ist, dass nachhaltiger Tourismus als Selbstverständlichkeit gelebt wird. Es ist eine Denkhaltung, die auch mit sozialen Fragen gekoppelt ist. Es geht um Mitarbeiterführung, die Qualität von Arbeitsplätzen und um ein Destinationsmanagement, dass die Lebensqualität für die gesamte Bevölkerung einer Region im Auge hat. Ein besonders wichtiger Aspekt ist außerdem, dass nachhaltige Innovationen dynamisch vorangetrieben werden.
Wie schlägt sich das in den studentischen Projekten während der Ausbildung nieder?
Egal an welchem Konzept und Projekt unsere Studierenden arbeiten, sie müssen das unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit tun. Wir haben da schöne Beispiele: Elena Rodriguez Blanco, eine unserer internationalen Lehrenden, will mit »Wildverse« die Regenerationsfähigkeit der Natur in den Mittelpunkt einer transformativen Reise für Gäste stellen. Studierende gestalten die Erlebnisse entlang dieser Reise mit und entwickeln Prototypen der Aktivitäten. Dass sie dabei für einen realen Kunden arbeiten, sorgt zusätzlich für Ansporn.