Der Wissenscampus Kuchl setzt auf Durchlässigkeit in der Ausbildung. Was heißt das konkret?
Am Standort gibt es neben den sechs Studiengängen der FH auch die Landesberufsschule, die HTL, die Fachschule, die Einrichtungsberaterschule, die Meisterausbildung sowie Organisationen wie ProHolz oder das Holzcluster Salzburg. Wir haben gemeinsam ein Konzept entwickelt, bei dem man in der Ausbildung sehr flexibel ein- oder umsteigen kann. Ich kann mit der Tischler- oder Zimmererlehre anfangen und es bis zum Doktorat bringen.
Warum ist das notwendig?
Wir brauchen weniger Schubladendenken und mehr Flexibilität. Heute sind geradlinige Karrierewege eher untypisch, darauf gilt es zu reagieren. Wir begleiten beim lebenslangen Lernen in den unterschiedlichen Lebens- und Karrierephasen.
Wie sieht dieses gemeinsame Bildungskonzept aus?
Wir verknüpfen die duale mit der akademischen Ausbildung und berücksichtigen individuell, was die Studierenden an Vorbildung mitbringen. Das ermöglicht eine effiziente Ausbildung, weil Dinge nicht doppelt gemacht werden. Wer von der HTL kommt, spart sich zum Beispiel theoretische Unterrichtseinheiten. Unser gemeinsames Ziel war eine zukunftsfähige Ausbildung für den Holzbau auf höchstem Niveau. Das ist uns gelungen.
Ein Modell, das Schule machen könnte?
Ja, wir arbeiten aktuell am Bachelor Professional Holzbau, der im September 2023 startet.