Primärversorgungseinheiten, Community Nurses: Der Pflegeberuf entwickelt sich stark. Wie reagieren Sie in der Ausbildung?
Wir entwickeln die Ausbildung ständig weiter. Gleichzeitig versuchen wir aber auch durch berufspolitische Arbeit, auf der rechtlichen Ebene Verbesserungen zu erreichen. Pflegekräfte können sehr viel, dürfen es aber per Gesetz nicht. Wir haben beispielsweise die Expertise für die Versorgung von akuten und chronischen Wunden. Einen Wundverband verordnen können aber nur Ärzt*innen. Das muss geändert werden.
Pflege ist ein weites Feld – von der Kinder- und Jugendlichenpflege über die Intensivpflege bis zu Community Nurses. Lässt sich diese Vielfalt im Studium abbilden?
Wir schaffen ab dem Sommersemester die Möglichkeit, sich sehr früh in ein bestimmtes Gebiet zu vertiefen. Studierende können schon ab dem ersten Semester Spezialbereiche kennenlernen und sich so am Ende des Studiums leichter für einen Bereich entscheiden.
Welche Vertiefungsmöglichkeiten gibt es da?
Wir bieten Kinder- und Jugendlichenpflege, Pflege im Akut- sowie im extramuralen Bereich, geriatrische und psychiatrische Pflege sowie Vertiefungsmöglichkeiten in den Bereichen Gesundheitsförderung und Patientenedukation. Wir wollen damit das Studium noch attraktiver machen und sind damit Vorreiter in Österreich.